Wir sind betroffen und wir anerkennen:
Der Klimawandel ist eine der grössten Herausforderungen unserer Zeit. Die stattfindende Klimaveränderung ist eine ernsthafte Gefahr für die Menschheit. In der Klimawissenschaft besteht Konsens, dass die Klimaveränderung menschengemacht und durch Treibhausgase verursacht ist.
Die wissenschaftlichen Erkenntnisse des Intergovernmental Panel on Climate Change IPCC zeigen auf, dass die globale Klimaerwärmung auf 1.5° C gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter begrenzt werden muss. (Bereits sind 0.8°C Erwärmung erfolgt (Stand 2021).) Andernfalls drohen klimatische und ökologische Kipppunkte mit gravierenden Folgen. Auch der Bundesrat hat für die Klimastrategie der Schweiz das Netto-Null-Ziel bis 2050 als Beitrag der Schweiz für eine Begrenzung der globalen Klimaerwärmung auf unter 1,5 C beschlossen. Der Regierungsrat des Kantons Zürich strebt mit der Klimastrategie das Ziel Netto-Null Treibhausgasemission bis 2040 an und will es spätestens 2050 erreichen.
Bisher ist die Menschheit und die globale Klimapolitik aber nicht auf Kurs. Der UNO-Generalsekretär A. Guterres warnte an der Klimakonferenz 2022 in Ägypten: «Wir sind auf einer Autobahn in Richtung Klimahölle und haben den Fuss immer noch auf dem Gaspedal.» Auch die Schweiz ist in Verzug auf dem nötigen Absenkpfad für Netto Null. Dasselbe gilt für die Gemeinde Horgen mit ihrer bisher zu wenig konsequenten Energiestrategie und einem viel zu hohen Pro-Kopf-Verbrauch an Energie- und Treibhausgasausstoss.
Um die Klimaerhitzung einzudämmen, braucht es Beiträge auf allen Ebenen: global, national, lokal. Die Schweiz als ein Land mit einem sehr hohen Treibhausgasausstoss pro Kopf im globalen Vergleich trägt eine spezielle Verantwortung. Und als Land, das über das notwendige Wissen, herausragende Technik, hoher Innovationsquote, qualifizierte Fachleute und finanzielle Mittel verfügt, ist die Schweiz auch in der Lage, um beim Kampf gegen die Klimaerhitzung rasch und mit grossem Engagement voranzugehen.
Wir zielen…
… mit unserem Engagement als «Interessengruppe Horgen klimaneutral» auf Lösungen in allen Bereichen des lokalen Lebens, die hauptsächlich zu Treibhausgasemissionen beitragen. Dazu gehören:
- eine 100% erneuerbare Energieversorgung ohne Treibhausgasemissionen
- eine Reduktion der Triebhausgasemissionen gegen Null aus Wärme- und Stromproduktion, Mobilität, Ernährung und Konsum (inklusive Grauer Energie), Dienstleistungen und Finanzanlagen
- ein Lebensstil, der die Belastungsgrenzen der Erde nicht übersteigt (2000 Watt pro Person und Kreislaufwirtschaft).
… auf Klimagerechtigkeit und Anwendung des Verursacherprinzips.
Wir wollen…
… mit unserem Engagement als «IG Horgen klimaneutral» dazu beitragen, dass die Politische Gemeinde Horgen und die Horgner Bevölkerung sich möglichst schnell und nachhaltig in Richtung Netto-Null bewegen.
…dazu beitragen, dass in der Horgner Öffentlichkeit eine breite Diskussion, neue Initiativen und Bündnisse entstehen, die das nötige Umdenken und Handeln für die Klimaneutralität befördern.
… dazu beitragen, dass die Politische Gemeinde Horgen in ihrem eigenen Verwaltungsbetrieb möglichst rasch klimaneutral wird. Auch möchten wir die Gemeindebehörden dabei unterstützen, dass sie innovative Projekte und politische Entscheide für nötige Weichenstellungen zur Klimaneutralität von Horgen vorantreiben.
…. dass sich die Gemeinde Horgen der «Klima- und Energiecharta der Städte und Gemeinden» anschliesst. Darüber hinaus möchten wir, dass sich Horgen inspirieren lässt von denjenigen Städten und Gemeinden, die sich bereits eine Zielsetzung Netto Null deutlich vor 2050 gegeben haben.
Wir handeln…
… indem wir in der Gemeinde Horgen eine möglichst breite Vernetzung von Personen fördern, die gegenüber der drohenden Klimakrise handeln wollen und sich für Klimaneutralität einsetzen.
…indem wir regelmässig öffentliche Veranstaltungen organisieren, bei denen wir mit Fachleuten die wichtigsten Handlungsfelder für Netto Null auf Gemeindeebene thematisieren.
… indem wir mit den Gemeindebehörden den Dialog suchen, sie bei Projekten unterstützen oder auch politische Initiativen für die Zielerreichung Netto Null einreichen.